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Spruch der Woche

 

 

Der Appetit

 

kommt

 

beim Essen.

 

 


François Rabelais

(1494 - 1553)

 

französischer Satiriker

und Humanist

 

 

 

 

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Ich bin ich an Krebs erkrankt,

bekomme Chemotherapie,

bin aber voller Hoffnung und Zuversicht,

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Die Gesundheit geht vor!

 

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HansGeorg Fischer

 

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Zeichen & Zeiten

 

 

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Roger Willemsen (1955-2016)

Geboren am 15. August

Ihr Buchhändler empfiehlt

Dostojewski, Tolstoi oder Puschkin. Alles große und bekannte Namen der russischen Literatur. Aber Kurkow? Ganz kurz einige Sätze zu ihm. Seine Vita weist einige bemerkenswerte Stationen auf: Kameramann, Gefängniswärter, heute freier Schriftsteller, geboren in Russland (St. Petersburg) lebt er, zwischen Kiew und London pendelnd, in der Ukraine, schreibt und denkt aber russisch. Bei allen seinen Romanen muss man sich von der  „russischen Seele“ gefangen nehmen lassen. Es ist ja auch eine vollkommen eigene Welt. Ob „Picknick auf dem Eis“, „Der Milchmann in der Nacht“ oder eben „Ein Freund des Verblichenen“. Immer sind seine Gedanken skurril aber in sich logisch, schwarz aber eigentlich liebenswert und urkomisch mit tief ernstem Hintergrund. 


Eine eigentlich harmlose Geschichte einer Ehekrise, die überall spielen könnte, bekommt in der Sichtweise von Andrej Kurkow eine Eigendynamik und endet ...

 Doch immer der Reihe nach:

Wenn zwei Eheleute sich nur noch im Dunkeln voreinander ausziehen, wenn jeder sorgfältig darauf achtet, die Badezimmertür abzuschließen, bevor man in die Wanne gleitet, wenn selbst zum Streiten die Lust vergangen ist - spätestens dann wird klar, dass irgendetwas in der Ehe ganz und gar schief gelaufen ist. Als Tolja  auch noch erfährt, dass seine Frau bei einem "Kollegen" sehr gerne badet und sich noch auch noch gern nackt präsentiert, beschließt er, seinem Leben ein Ende zu setzen.

So weit, so gut, so banal. Traurig ja, aber eben nicht einzigartig!

Eben russische Tristesse in einer Einzimmerwohnung. Seine Frau umzubringen, käme für Tolja nie in Frage. Auch ihrem Liebhaber einen Strick aus seinem Glück zu drehen, verbietet sich für ihn. Bleibt also nur noch er selbst. Da Tolja aber auch in suizidaler Hinsicht ein Tropf ist, reift in ihm einn wodkaumnebelter  Plan. Wenigstens sein Abschied aus dem irdischen Jammertal soll nicht unbemerkt vonstatten gehen. Alle Welt soll rätseln, wer den guten Tolja um die Ecke gebracht hat. Er beschließt, einen Killer auf sich selbst anzusetzen!
Immer noch normal. Traurig ja, aber eben nicht einzigartig!

In einem Café auf die finale Begegnung wartend, lernt er die Prostituierte Lena kennen - und mitten im russischen Winter geht für Tolja die Sonne wieder auf. Er will leben, will lieben, will sich seine neue Welt erobern und nicht mehr so einfach sterben. Dumm nur, dass sich der angeheuerte Killer nicht mehr stoppen lässt. 

Jetzt ist er endlich da, dieser aberwitzige, einzigartige und eben nicht alltägliche Gedanke. 

Einfach genial, wie ich finde.


 

 

 

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